Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

PRESSEMITTEILUNG:

05. Mai 2017

Dr. Daniela Sommer: „Physiotherapie attraktiver machen, Schulgeld abschaffen und Entgelte anpassen!“

Physiotherapie
Das Berufsbild Physiotherapie muss aus Sicht der hessischen SPD-Landtagsfraktion attraktiver werden. „Physiotherapie ist aus der medizinischen Versorgung heute nicht mehr wegzudenken. Sie wird im Zuge der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritte, also der Erhalt der Gesundheit, immer wichtiger,“ sagt die gesundheitspolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer am Freitag in Wiesbaden. Sie will sich gemeinsam mit „PHYSIO-DEUTSCHLAND“ Landesverband Hessen für ein attraktives Berufsbild einsetzen.

Bezüglich der Forderung nach höherer Vergütung haben die Physiotherapeuten im Rahmen ihrer Kampagne stark auf die Vergütungsunterschiede zwischen den angestellten Kolleginnen den Praxen und den Kollegen im stationären Bereich abgestellt. „Wie hoch der Vergütungsabstand tatsächlich ausfällt, konnte bislang nur anhand eigener Zahlen in mühevoller Kleinarbeit grob geschätzt werden. Valide Zahlen waren bisher eher Mangelware. Vor einigen Jahren hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch die so genannte Klassifikation der Berufe neu strukturiert. Der bundesdurchschnittliche Verdienst (Median) eines in einer Praxis angestellten Physiotherapeuten lag demnach zum Stichtag 31.12.2015 bei monatlich 1.974 Euro brutto. Dieser Wert basiert auf der bundesweiten Auswertung von 55.175 Vollzeitbeschäftigungsverhältnissen“, berichtet Frau Massuger vom Landesverband Hessen e.V., der zum Deutscher Verband für Physiotherapie gehört.

„Wichtig ist, dass wir das Berufsbild wieder attraktiver machen, damit genügend junge Menschen diesen Beruf wählen. Neben der Entgeltanpassung erscheint es uns wichtig, eine Schulgeldfreiheit umzusetzen: Von derzeit 16 Schulen wird an zehn ein Schulgeld in der Höhe von 290€ bis 496€ erhoben. Viele Auszubildenden können sich das nicht leisten. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass sich der Fachkräftemangel und die Probleme bei der Übernahme von Praxen nicht verschärfen“, so Sommer und Massuger unisono.

Wichtig ist Dr. Sommer als gesundheits- und pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, dass der Versorgungsauftrag in Hessen erfüllt wird: „Wir brauchen nachhaltige Verbesserungen und Verstetigungen in der Patientenversorgung, aber auch entsprechend fundierte Daten, um die Bedarfe zu erkennen und zu decken. Hier fordere ich die Landesregierung erneut auf, aktiv zu werden!“