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PRESSEMITTEILUNG:

01. Februar 2018

Dr. Daniela Sommer: Wir brauchen ein Gesamtkonzept, um die Gesundheitsversorgung zu sichern

Große Anfrage Gesundheitsversorgung
In der Debatte zur Beantwortung der Großen Anfrage zur Gesundheitsversorgung in Hessen hat die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Daniela Sommer, eine Gesamtkonzept zur Sicherung der Gesundheitsversorgung angemahnt.

Sommer sagte am Donnerstag in Wiesbaden: „Die gesellschafts- und berufsstrukturellen Veränderungen, der demografische Wandel, die steigende Lebenserwartung, medizinische Innovationen und Veränderungen im Krankheitsspektrum stellen große Herausforderungen an eine bedarfsgerechte, an die Menschen angepasste medizinische, therapeutische und pflegerische sowie flächendeckende und wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Hessen. Wir wollen, dass die schwarzgrüne Landesregierung Verantwortung übernimmt und sich nicht immer wieder auf die Eigenverantwortung der Kreise, Städte und Gemeinde, der Akteure und schließlich der Bürgerinnen und Bürger bezieht und darauf ausruht.“

Sommer machte deutlich, dass es in Zeiten des Apotheken- und Kliniksterbens sowie des immer weiter wachsenden Ärzte- und Pflegekräftemangels innovative Konzepte und ein Gesamtkonzept brauche. „Wir brauchen eine neue Bedarfsplanung, insbesondere auf die Verteilung der Ärzte und Fachärzte bezogen, um die Unter- und Überversorgung zu regeln. Die derzeitigen Zahlen bilden die Versorgung nicht detailgetreu ab“, sagte die SPD-Gesundheitsexpertin.
Sommer erinnerte in diesem Zusammenhang an die im Gesundheitspakt 2.0 versprochenen Gesundheitsreporte und Versorgungsatlanten Man benötige validierte Versorgungsatlanten. Die Landesregierung habe diese Atlanten angekündigt, setzte jedoch ihre Versprechungen nicht um.

Die Landesregierung sollte keine Zeit mehr verlieren. „Wir müssen jetzt für morgen und übermorgen vorsorgen. Wir brauchen für die Zukunft einen Plan zu Versorgungsstrukturen, die sowohl der demografischen Herausforderungen als auch den limitierten Möglichkeiten in den klassischen Versorgungssettings und dem Fachkräftemangel Rechnung tragen. Man benötige ein ganzheitliches Versorgungkonzept – multiprofessionell, interdisziplinäre, flächendeckend und mit gut ausgestatteten Einrichtungen und gut ausgestatteten Fachkräften“, sagte Sommer.