Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

PRESSEMITTEILUNG:

10. Februar 2017

Dr. Daniela Sommer: Landesregierung muss endlich eine flächendeckende Versorgung mit Hebammen sicherstellen

Hebammenregister
Der sozial- und integrationspolitische Ausschuss des Hessischen Landtags hat in dieser Woche über einen Antrag der SPD zur Erstellung eines Hebammenregisters diskutiert.

Die stellvertretende Vorsitzende sowie pflege- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, machte noch einmal deutlich, dass Hessen dringend ein solches Hebammenregister benötige: „Gesetzlich versicherte Frauen haben nach der Geburt ihres Kindes Anspruch auf eine Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme. Das Problem liegt darin, dass viele Frauen keine finden. Deswegen ist es wichtig, ein Instrument wie das Hebammenregister zu etablieren, um Hebammen mit ihrem Leistungsangebot finden zu können, und vor allem, um eine flächendeckende Versorgung zu gewähren.“

Sommer wies darauf hin, dass Hebammen laut Berufsordnung verpflichtet seien, Beginn und Ende der selbstständigen Tätigkeit zu melden. „Somit sollten den Amtsärztinnen und Amtsärzten bekannt sein, welche Hebammen in ihrem Kreis wie, wo und in welcher Form arbeiten. Mit dieser Kenntnis, die immer auf dem aktuellen Stand sein sollte, müssten Gesundheitsämter als aufsichtsführende Behörde der freiberuflichen Hebammen über aktuelle Zahlen verfügen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin.

Sommer regte an, da die Regierungskoalition dem Antrag für ein Register die Zustimmung verweigere, die bereits vorhandenen Daten zu nutzen und auf dieser Grundlage ein Sicherungskonzept zu schaffen. „Die Regierung ist hier in der Verantwortung. Leider haben weder die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen noch die Landesregierung eine Idee geschweige denn eine Lösung, um die Problematik zu entschärfen. Wir brauchen endlich ein beherztes und engagiertes Handeln der Landesregierung, damit Frauen und Mütter nicht allein gelassen werden und Hebammen bessere Unterstützung finden“, so die SPD-Abgeordnete.