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22. August 2017 (19.30 Uhr bis 22.30 Uhr)

Vortrag/Lesung: Wir sind, was wir erinnern

Waggonhalle
Straße: Rudolf-Bultmann-Str. 2
Ort: 35037 Marburg
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Zwei Generationen nach Auschwitz: Plädoyer für Pluralismus, Toleranz und Demokratie.
Gemeinsame Veranstaltung von der SPD Marburg und den Jusos Marburg

Vortrag / Lesung mit Dr. med. Konrad Görg (Marburg)

„Auschwitz – Es reicht. Ich kann es nicht mehr hören.“
Äußerungen dieser Art sind nicht selten. Viele Menschen in unserem Lande verspüren angesichts des Themas Holocaust einen Überdruss und gerade Jüngere meinen, dieses Thema aus (Ur-)Großeltern-Zeit gehe sie doch nun wirklich nichts mehr an. Andererseits herrscht aber auch große Unwissenheit: Studien belegen, dass beispielsweise unter Jugendlichen jeder fünfte mit dem Begriff Auschwitz überhaupt nichts anfangen kann.
Doch rechtsextreme Sprüche, Aufmärsche gegen Muslime und Asylanten bis hin zu tätlichen Übergriffen wie Brandanschläge auf Asylbewerberheime (ganz zu schweigen von den NSU-Morden) lassen fragen: Hat man aus der Geschichte denn nichts gelernt?
So ist nach wie vor aufzuklären: Was ist damals passiert, wie konnte es passieren? Und: Was können wir heute tun? Diese und andere Fragen zum Antisemitismus der Nationalsozialisten versucht der Arzt Konrad Görg aus Marburg in einem Vortrag zu seinem Buch (Anthologie) „Wir sind, was wir erinnern“ zu beantworten – Antworten, die betroffen machen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Stimmen zum Buch
Aber gerade durch seine verdichtende Gesamtschau verdient das kleine Buch eine große Verbreitung. Man kann aus ihm mehr lernen als aus manchen ausgedehnten Dokumentationen. Und es hilft, an die Notwendigkeit einer andauernden Wachsamkeit zu erinnern. (Auszug aus dem Geleitwort von Horst-Eberhard Richter, Psychoanalytiker)
Einfach ein wunderbares Buch! Nicht nur die Auswahl der Texte, sondern auch ihre thematische Anordnung, die imposante Einleitung und die geleitenden Worte … machen diese Sammlung zu einer einzigartigen Manifestation wahren Gedenkens und humanistischer Weltschau. Ganz großen Dank für dieses bedeutende Geschenk, das der Verfasser den bisherigen und künftigen Lesern seines Buches gemacht hat. (Moshe Zuckermann, Historiker, Tel Aviv)
Ein unglaubliches, wirklich starkes Buch. Ich habe noch selten eine solche Anthologie gesehen, die so dicht und so aussagekräftig ist. Das Buch musste geschrieben werden. – Ich habe mich gestern bis in die frühen Morgenstunden darin vertieft und konnte fast nicht wieder einschlafen. Es geht zu Herzen! Herzlichen Dank dafür! (Margot Wicki-Schwarzschild, Schweiz)

Konrad Görg
Dr. med., geb. 1953 in Simmern/Hunsrück
Arzt für Innere Medizin am Universitätsklinikum Marburg, Abteilung Hämatologie/Onkologie

Eintritt frei!